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Film über das Georgische Kammerorchester
Ingolstadt (DK) Vor 20 Jahren fand das Georgische Kammerorchester in Ingolstadt eine neue, zweite Heimat. Zum Jubiläum, das in dieser Woche mit drei Festkonzerten gefeiert wird, dreht ein Filmteam aus Georgien einen hochwertigen Dokumentarfilm über die Musikerinnen und Musiker.

Das Filmstudio in einem Altstadthotel ist klein, aber fein: Auf dem tragbaren Computer sichtet und schneidet Gia Babalashvili das digitale Material, das seit Mitte Juni in Ingolstadt gedreht worden ist. Der 40-jährige Cutter, Toningenieur und Kameraassistent und seine Kollegen George Ebralidze (Regisseur) und Ilia Vachnadze (Kamera) sind in Georgien bekannte Film- und TV-Profis. Mit einer hochmodernen Ausrüstung in digitaler hoch auflösender Qualität verfilmen sie zurzeit die Idee der Autorin und Künstlerin Khatuna Khundadze, die in Stuttgart lebt und hervorragend deutsch spricht.
"Zwischen den Welten" nennt Khatuna Khundadze den Arbeitstitel für ihren anspruchsvollen Dokumentarfilm über das Georgische Kammerorchester in Ingolstadt. "Der Titel liegt nahe, weil das Jahresprogramm des Orchesters so heißt", erläutert die TV-Autorin, die von Manana Schewardnadse und deren Produktionsfirma Neo Studio in Tiflis unterstützt wird. Auch der Freundeskreis des Kammerorchesters und Audi stehen hinter dem Projekt. Trotz eines beschränkten Budgets ist so eine Produktion mit Niveau möglich. "Es ist toll, wie beliebt das Orchester in Ingolstadt ist", lobt TV-Autorin Khatuna Khundadze und freut sich über die Atmosphäre in der Stadt, die von Wärme und Unterstützung geprägt sei.

Der Höhepunkt des Dokumentarfilms ist das Jubiläumskonzert des Georgischen Kammerorchesters unter Leitung von Dirigent Ariel Zuckermann, das am kommenden Sonntag, 27. Juni, stattfindet (weitere Informationen im Internet unter www.georgisches- kammerorchester.de). Das Filmteam hat bisher auch zahlreiche, alltägliche Eindrücke aus Ingolstadt eingefangen. Zudem wurden fast alle Musikerinnen und Musiker hautnah porträtiert. Den Bratschisten Sergo Kurashvili etwa trafen die Georgier an einem See in der Umgebung, wo er angelte und sich wehmütig an seine Heimat erinnerte. Beinahe einen ganzen Tag lang begleiteten die Filmer auch die Ingolstädter Organistin Evi Weichenrieder.


Von Michael Stadik

http://www.donaukurier.de/lokales/ingolstadt/Ingolstadt-Besuch-aus-der-alten-Heimat;art599,2292563
24.06.10, 12:52:08

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Triumph der georgischen Talente

Höhepunkt reihte sich an Höhepunkt bei den Festkonzerten des Georgischen Kammerorchesters in Ingolstadt. Nach dem Ausflug in die Volksmusik mit dem Rustavi Ensemble und dem künstlerisch sehr gelungenen Gastspiel mit dem ehemaligen Chefdirigenten des Orchesters Markus Poschner, konzentrierte sich am letzten Abend des kleinen Zyklus‘ das Interesse auf georgische Solisten und Komponisten.
Und da hatte man Staunenerregendes zu bieten: Gleich zwei Uraufführungen von den besten zeitgenössischen Komponisten des Landes und außerdem Solisten wie die Weltklassegeigerin Lisa Batiashvili und den in Deutschland eher wenig bekannten Pianisten Alexander Korsantia.
Dessen Auftritt wurde zum Überraschungserfolg des Konzertabends. Der Georgier spielte das erste Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch derart explosiv, dass man lange überlegen muss, wann einem zuletzt ein derart mitreißender Pianist begegnet ist. Und es bleibt rätselhaft, warum der Georgier in Europa immer noch so wenig bekannt ist.
Korsantia setzte bei seiner Interpretation ganz und gar auf die bissig parodistischen Züge des Werks. Und da arbeitete er mit dem genau richtigen Stilmittel: der Übertreibung. Die lyrischen Passagen klangen bei ihm fast schon kitschig weichgeschliffen, die billigen Gassenhauer-Themen donnerte er triumphierend in die schwarz-weißen Tasten, und in den konfliktreichen Passagen entfachte er ein hemmungsloses Feuerwerk.
Problematisch ist bei Tastenakrobaten dieses Kalibers allerdings, dass ihrer künstlerischen Raumverdrängung leicht alle anderen Künstler zum Opfer fallen. Den eigentlich hervorragenden Trompetensolisten Hannes Läubin schenkte man kaum mehr Beachtung, und selbst das Georgische Kammerorchester schien irgendwie gedämpft im Hintergrund zu agieren.
Ein ganz ähnlicher Eindruck beschlich einen beim Auftritt von Lisa Batiashvili, die zwei Konzerte aus dem Jahreszeiten-Zyklus von Astor Piazzolla spielte. Ihre Stradivari hat einen derart durchdringenden, den Saal erfüllenden Klang, dass man fast schon das Kabel für einen elektrischen Verstärker bei Batiashvilis Geige suchen wollte. Die Künstlerin zeigte sich dabei von ihrer schroffen Seite. Sie fetzte derart energisch über die Saiten, dass bald die abgerissenen Pferdehaare vom Bogen hingen. Selbst die warmen, dunkelgetönten Phrasen klangen nicht nur süffig, sondern laut und hintergründig aggressiv. Bei allem Temperament aber: Jeden Ton, jedes noch so unbedeutende An- oder Abschwellen, jede Vibrato-Bewegung gestaltete die Georgierin mit der Intensität, zu der wirklich nur die bedeutendsten Geiger in der Lage sind. Am Ende jubelte das Publikum, darunter auch die kleine Tochter der Künstlerin, die mit ihrem Mann François Leleux auf der Empore stand.
Eröffnet wurde das Festkonzert mit der Uraufführung von "Ninna-Nanna für Anna" für Flöte und Streicher von Giya Kancheli. Das Stück ist in jeder Hinsicht minimalistisch: Die glasigen Töne dringen so langsam aus den Instrumenten, dass sie zu erstarren drohen, die Klänge verharren minutenlang im Pianissimo, und der musikalische Fluss wird immer wieder zum Rinnsaal und droht zu versiegen. Aber damit ist Kanchelis Musik nur unzulänglich beschrieben. Denn der Georgier ist ein großer Andeutungskünstler: Er umspielt die Harmonien, erweckt Erwartungen, die er kaum erfüllt, spielt mit den Versatzstücken der klassischen Tradition ohne sie wirklich erklingen zu lassen. Wie ein Hitchcock der Musik erweckt er im Publikum Suspense, indem er sich unseren Erwartungshorizont zu Nutze macht.
Ganz so stringent wirkte die zweite Uraufführung des Abends nicht: Josef Bardanashvilis "Triporium nodetot" (Wandervögel"). In dem Streichorchesterstück werden ganz wenige Motiv-Partikel in immer wieder neuer Weise kombiniert, mal als Dialog solistischer Instrumente, dann als schroffe Tutti-Passagen, oder befremdende, surreale Klanglandschaft.
Ariel Zuckermann leitete all diese Werke mit großer Sicherheit. Beim Kancheli übernahm er auch noch die Flötenstimme und zeigte danach bei Olivier Truans "A bout de Souffle", dass er auch als Solist eine absolute Ausnahmeerscheinung ist.
Am Ende des dreieinhalbstündigen Abends konnten die Orchestermusiker noch einmal bei einem Repertoirestück ihren Leistungsstand zeigen. Tschaikowskys Streicherserenade in C-Dur ist ein hochvirtuoses Stück, das wie kaum ein anderes Werk Höchstleistung von einem Orchester verlangt. Die Georgier unter der Leitung von Ariel Zuckermann bewältigten diese Hürde mit schier traumwandlerischer Sicherheit. Eine gute halbe Stunde wurde der Festsaal in symphonischen Samt getaucht, in ein Warmbad der Emotionen. Dankbarer Beifall am Ende für ein außergewöhnliches Konzert.

http://www.donaukurier.de/nachrichten/kultur/Triumph-der-georgischen-Talente;art598,2294364
29.06.10, 13:47:04

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"Kaukasische Impressionen" in Ibbenbüren



Bela Berkemer-Makharadze und Uwe Berkemer gestalteten im Kepler-Gymnasium einen Kammermusikabend, der das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss.


Ibbenbüren. Ein musikalisches Feuerwerk erfreute am Sonntagabend die Zuhörer im Ibbenbürener Kepler-Gymnasium. Das zweite Kammerkonzert an der Schule unter dem Titel „Kaukasische Impressionen“ war ganz der klassischen Musik dieser Region gewidmet.

Die aus Georgien stammende Violinsolistin und Geigenlehrerin Bela Berkemer-Makharadze und ihr Ehemann Uwe Berkemer brachten dabei wunderbar die Schönheit und Vielfalt dieser Musik zwischen Orient und Okzident zum Ausdruck. Berkemer leitete bis 2008 in Tiflis, der Hauptstadt Georgiens, das „Caucasian Chamber Orchestra“, das er 2005 selbst gegründet hatte. Das Land sei ihm zur zweiten Heimat geworden, sagt er zu seinem Engagement.

Von Komponisten aus dem Kaukasus sind im Westen nur wenige Werke einem größeren Publikum bekannt, wie der von vielen Orchestern gespielte „Säbeltanz“ von Aram Khatschaturjan. In Ibbenbüren hat sich das für über 100 Konzertbesucher geändert, denn sie hörten ganz unterschiedliche Stücke, unter anderem von Sulkhan Tsintsadze oder Zakaria Paliashvili.

Der außergewöhnliche Konzertabend begann mit der Einspielung des Trailers zu dem Dokumentarfilm „Grozny Dreaming“, der über das „Caucasian Chamber Orchestra“ berichtet. Dadurch rückten die Menschen dieser Region ein Stück näher, die Verbindung zwischen der Landschaft und den musikalischen Wurzeln wurde erkennbar. „Ein Kammerorchester, das für den Frieden im Kaukasus spielt und kämpft“, heißt es darin.

„Der Kaukasus ist mehr als ein Gebirge, die dortigen Kulturen gehören zu den ältesten der Erde“, sagte Uwe Berkemer in seiner Begrüßung. Die Ausflüge in die musikalischen Welten dieser Region waren voller Überraschungen. Das abwechslungsreiche Programm gab einen exzellenten Einblick in die Vielfalt klassischer Musikstile, die dort beheimatet sind. Uwe Berkemer am Flügel und Bela Berkemer-Makharadze auf der Violine konnten mit ihrer hervorragenden Spielkunst zeigen, wie groß das kulturelle Potenzial dieser Länder ist.

Mit „Khorumi“, einem lebhaften georgischen Kriegstanz von Sulkhan Tsindsadze, wurde das Konzert eröffnet. Die sich daran anschließenden „Armenischen Volksweisen“ von Sergej Aslamazyan basieren auf der Musik des Sängers und Komponisten Komitas. Der Mönch gilt als Begründer der modernen klassischen Musik Armeniens. Darin werde besonders die Schönheit der Frau gepriesen, erklärte Berkemer lächelnd. Aber auch ein Rebhuhn wurde munter mit den Saiten der Geige und den Tasten des Klaviers herbeigezaubert.

Dass im Kaukasus auch große Musiktheaterformen Tradition haben, führten die Solisten mit einem Ausschnitt aus der Oper „Daisi“ von Zakaria Paliashvili und einem Tanz aus dem Ballett „Gromaju Groma“ von Kara Karajev vor. Mit zwei Stücken aus eigener Feder machte Uwe Berkemer darauf aufmerksam, dass er nicht nur Musiklehrer, Dirigent, Pianist und Sänger ist.

Vaasha Azarashvili hat viel Filmmusik geschrieben, er verknüpft darin Jazz und andere moderne Musikrichtungen mit folkloristischen Elementen, was bei den „Dancing Pieces“ mit Foxtrott, Blues, Charleston und vor allem dem „Sentimental Tango“ sehr schön zu hören war. Selbst ein „Cancan“ fehlte nicht im Repertoire, er stammte aus einer der Operetten des 1936 geborenen Georgiers. Das Programm endete mit „Sadjidao“ von Sulkhan Tsindsadze, einem noch heute weitverbreiteten Tanz, der bei den traditionellen Ringkämpfen erklingt.

Mit Riesenapplaus, Ovationen und Bravo-Rufen ermunterte das Publikum die Musiker noch zu zwei Zugaben. Dabei zeigte Bela Berkemer-Makharadze mit dem georgischen Liebeslied „Mena Trebi“, dass sie auch eine hervorragende Sängerin ist. Die Zuhörer waren begeistert von der Virtuosität der Interpreten und freuten sich über die Vorankündigung eines Konzertes des „Caucasian Chamber Orchestra“ am 25. Oktober in der Christuskirche.



http://www.westfaelische-nachrichten.de/lokales/kreis_steinfurt/tecklenburgerland/1348270_Musikalisches_Feuerwerk_im_Ibbenbuerener_Kepler_Gymnasium.html


07.07.10, 16:28:15

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Europa verzweifelt gesucht

Am Mittwoch war auf arte ein bewegender Film von Nino Kirtadse über den Georgienkrieg zu sehen.

http://videos.arte.tv/de/videos/georgien_europa_verzweifelt_gesucht-3346642.html

06.08.10, 18:44:27

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Berlin: Orchester aus Georgien, Armenien und Aserbaidschan bei „Young Euro Classic“

Halbzeit bei „Young Euro Classic“. Orchester aus südlichen Gebieten des Kaukasus geben ein Gastspiel im Konzerthaus am Gendarmenmarkt.
Der Name ist selbst schon Musik: „Kaukasus“, das hat Klang und Rhythmus, da steigen und fallen die Konsonanten und Vokale wie Gebirgsketten, da scheinen die Tänze und Lieder uralter Zivilisationen mitzuschwingen. Naiv, wer glaubt, dass Musik hier „Grenzen überwinden“ und „Brücken bauen“ könnte. Und dennoch: Dass auch in dieser Region Kraft und Muße bleibt, sich professionell der Orcherstermusik zu widmen, ist eine jener Erkenntnisse, die man dem Festival „Young Euro Classic“ verdankt.
Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt gaben sich jetzt Musiker aus Staaten, die am Südhang des Kaukasus liegen, die Klinke in die Hand: Georgien, Aserbaidschan und Armenien. Politisch gedacht ist das Programm bei der Georgian Sinfonietta aus Tiflis: Wenn sie eine „abchasische Begräbnismusik“ des 1983 geborenen Komponisten Archil Giorgobiani uraufführt, ist das nicht ohne Beigeschmack – denn Abchasien gehört zwar völkerrechtlich zu Georgien, ist aber russisch besetzt. Giorgobiani erzählt dann auch im Programmheft, dass sein Stück vor allem auf Vorstellung und Fantasie von einem Land beruhe, dass seine Generation noch nie gesehen hat, weil es besetzt ist. Wie ein Trauermarsch klingt es dann aber gar nicht, es hat Elan und Bewegtheit. Das kleine Streichorchester treibt das Material in welligen Klangflächen voran, drei Holzbläser sorgen für zusätzlichen Würze. Offenbar lässt man sich in Georgien nicht so schnell den Optimismus verderben.
Politisch, wenn auch aus einer anderen Zeit, ist Alexei Machavarianis vierte, „Der Jugend“ gewidmete Symphonie von 1983 ebenfalls. Bombastisch, folkloristisch, eklektizistisch. Wann hört man schon mal so etwas?
Das dritte georgische Orchester unter der Leitung von Alexander Khaindrava spielt Mozarts erste Symphonie und Chopins zweites Klavierkonzert; Solistin Nino Gvetadze.
Die Junge Philharmonie Aserbaidschan spielt drei Generationen aserbaidschanischer Komponisten bringt, darunter eine „Albanische Rhapsodie“ von Kara Karayev aus dem Jahr 1952, dazu Tschaikowskys Fünfte.
Im Spiel des Youth State Orchestra of Armenia, das ein reines Streichorchester ist, spielt Tschaikowsyks Streicherserenade und Schostakowitschs Kammersymphonie c-Moll.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/politische-melodien-orchester-aus-georgien-armenien-und-aserbaidschan-bei-young-euro-classic/1903824.html
16.08.10, 13:18:50

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Archil Giorgobiani gewinnt Europäischen Komponistenpreis 2010
Georgische Botschafterin Gabriela von Habsburg gratuliert
24. August 2010

Die georgische Botschafterin in Deutschland, Gabriela von Habsburg, gratuliert Archil Giorgobiani zum Gewinn des Europäischen Komponistenpreises. Die Auszeichnung wird jährlich im Rahmen des „Young Euro Classic“ Festivals in Berlin vom Regierenden Bürgermeister der Stadt ausgelobt. Der erst 27-jährige Georgier erhielt den mit insgesamt 5.000 Euro dotierten Preis für die Uraufführung seines Werkes „Azari“(Abchasische Trauermusik). Stellvertretend für den Komponisten nahm die georgische Botschafterin am Sonntagabend die Auszeichnung vom Berliner Finanzsenator Ulrich Nussbaum entgegen.


http://www.georgien-aktuell.de/politik/aktuelles/artikel/archil-giorgobiani-gewinnt-europaeischen-komponistenpreis-2010.html
27.08.10, 07:46:25

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Ausstellung in Speyer
Exponate aus dem ältesten bekannten Amazonenengrab der Welt in Georgien zu sehen

Den antiken Legenden zufolge wurden sie für ihre Schönheit bewundert und zugleich für ihre Grausamkeit auf dem Schlachtfeld gefürchtet. Troja sollen sie bekämpft und Athen belagert haben. Die Mythen und Sagen rund um das Kriegerinnenvolk der Amazonen beflügeln die Fantasie der Menschen seit fast 3000 Jahren. Ab Sonntag (5. September) sollen diese Mythen in all ihren Facetten in einer weltweit einzigartigen kulturhistorischen Sonderausstellung im Historischen Museum der Pfalz in Speyer beleuchtet werden, wie Museumsdirektor Alexander Koch am Donnerstag sagte.

Unter dem Titel "Amazonen - Geheimnisvolle Kriegerinnen" erwarten die Besucher auf einer Ausstellungsfläche von rund 1800 Quadratmetern mehr als 400 archäologische, historische und literarische Exponate rund um das sagenumwobene Frauenvolk. Die hochkarätigen Exponate aus Europa und Asien spannten einen Bogen von der Legendenbildung bis hin zu aktuellen Wissenschaftsthesen, von griechischen Meisterwerken bis zu Kunstwerken der Neuzeit und der Moderne, sagte Koch.

Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt nach Angaben von Projektleiter Lars Börner in einer Reihe von Objekten und Exponaten aus Asien und Europa, die nie zuvor in einer Schau vereint zu sehen waren. Dazu gehörten Waffengräber vom antiken Volk der Skythen sowie Funde aus dem nach Museumsangaben "ältesten bekannten Kriegerinnengrab der Welt" in Georgien, die zum ersten Mal in der Öffentlichkeit ausgestellt werden.
03.09.10, 10:45:59
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