Russland: 15 Tote nach Selbstmordanschlag in Wladikawkas
Selbstmordattentäter zündeten eine Bombe in der christlich geprägten russischen Großstadt Wladikawkas ("Herrscherin über den Kaukasus").
Bei dem Selbstmordanschlag auf einen belebten Markt wurden 15 Menschen getötet. Mehr als 80 weitere seien bei dem Attentat am Donnerstag verletzt worden, als zwei Terroristen in ihrem Auto die Bombe mit einer Sprengkraft von bis zu 40 Kilogramm TNT zündeten. Das teilte das Innenministerium der Teilrepublik Nordossetien nach Angaben der Agentur Interfax mit.
Die Sicherheitsvorkehrungen im ganzen Land wurden verschärft. Nach einer anonymen Bombendrohung evakuierten die Behörden in Nordossetien alle Schulen und Kindergärten. Vor sechs Jahren hatten Islamisten im nordossetischen Beslan den bisher folgenschwersten Anschlag in Russland verübt. Damals starben mehr als 330 Menschen, darunter 168 Kinder.
Bereits im März 1999 waren bei einem Anschlag auf den Zentralmarkt von Wladikawkas 52 Menschen getötet und mehr als 200 verletzt worden. Im November 2008 starben zwölf Menschen, als eine Selbstmordattentäterin sich in der Stadt in die Luft sprengte.
Präsident Medwedew beorderte seinen Sondergesandten für den Nordkaukasus, Alexander Chloponin, zum Anschlagsort. Sicherheitskräfte konnten eine zweite Bombe entschärfen, die am Eingang zum Markt versteckt war. Auch in der Hauptstadt Moskau wurde die Alarmbereitschaft erhöht.
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